Meine Lebensgeschichte [Shreeraj]

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Kindheitserinnerung von unserem Mitarbeiter Shree Raj Nepali

Immer bekamen wir was zu essen von den Hausbewohnern. Ich musste danach immer gründlich die Teller säubern und abtrocknen, denn da wir Unberührbare waren, hätten die Dorfbewohner sie sonst nicht mehr angefasst. Mein Vater verbat mir, dass ich die Häuser betrete oder mit irgendjemand spreche, das war uns „Unreinen“ verboten. Mir war früh klar, was es heißt, zur Kaste der Unberührbaren zu gehören. Wir waren schrecklich arm und einsam.  
Ich gehorchte meinem Vater immer, trotzdem versuchte ich manchmal in die Häuser zu schauen. Ich beneidete die Dorfbewohner um ihre einfachen Töpfe und Teller. Wir besaßen kaum was zuhause, manchmal bekamen wir etwas Weizen, Mais oder Reis als Entlohnung. Ich war froh, an der Seite meines Vaters zu sein. Jeden Abend putze ich seine Nähmaschine und überprüfte, ob alles da ist für den nächsten Tag.

Über die Jahre lernte ich immer mehr von meinem Vater. Heute bin ich sehr froh, dass er mir das Nähen beigebracht hat. Von Jahr zu Jahr ging es mir besser.

Ich hatte Glück.  

Jetzt arbeite ich seit Vier Jahren für  Nepalaya Craft in Kathmandu und werde nicht mehr wie ein Aussätziger behandelt und habe ein gutes und freies Leben

 Shreeraj


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